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London – Falmouth, Cornwall, 26.09.2013

Die Renaissance des Bergbaus – Herausforderungen für die Aufbereitung toxischer Mineralparagenesen

Der im Weltmaßstab bedeutende cornische Bergbau läßt sich bis auf die Bronzezeit zurückverfolgen, fand im Rahmen des Preisverfalls und einer nicht unumstrittenen Wirtschaftspolitik der konservativen Regierung unter Premier Thatcher in den späten 80er Jahren aber ein jähes Ende. Die Entwicklungen der Rohstoffmärkte haben die Sn, W Vorkommen wieder in den Blickpunkt gerückt und zu einem verstärkten privatwirtschaftlichen Erkundung geführt. Im Zuge einer Nachexploration konnten die im benachbarten County Devon bei Plymouth bis in die Nachkriegszeit abgebauten Wolframitvorkommen der Hemerdon-Lagerstätte neu bewertet und neue Lagerstättenteile nachgewiesen werden. Für die Aufbereitung des Haupterzes Wolframit reichen klassische Verfahren der physikalisch-chemischen Aufbereitung aus; wohl aber stellen die relativ hohen Arsengehalte Herausforderungen, die mit deutlichen Mehrkosten verbunden sind. Die Anwendung von mikrobiologischen Verfahren in der Nachprozessierung des Erzkonzentrates kann einen wichtigen Beitrag zur Lösung einer ökonomisch wie ökologisch sauberen Trennung der Wert- und Schadstoffe beitragen. Vor diesem Hintergrund spielen die Vererzungen des Hemerdon-Typs in Fragen der Verringerung der Umweltschädlichkeit eine wichtige Rolle in der Einbeziehung als Referenzvorkommen im geplanten Verbundprojekt FAME. Als Projektpartner werden hier die mit dem Vorkommen vertrauten Lehrstühle der Universität Exeter – Camborn School of Mines und Consulter der Hemerdon Lagerstätte identifiziert.

Das Projektteam wächst und wächst. Hier frohe Gesichter nach einer Befahrung der Wolframlagerstätte Hemerdon der Fa. Wolf Minerals Ltd. im County Devon.